Proseminar WS2018/19

Computer und Ethik

Persons and Contact:

Peter Rossmanith
Phillip Kuinke
Jan Dreier
tcs-teaching@cs.rwth-aachen.de

Vorbesprechung

Wird noch bekanntgegeben

Ort und Zeit

Wird noch bekanntgegeben

Inhalt

Computer und Informationstechnologie, so wie auch die Informatik als Wissenschaft, üben wohl unbestritten einen stets wachsenden Einfluß auf die Lebensbedingungen so gut wie aller Menschen, und damit auch auf die Gesellschaften, aus. Menschliche Arbeitskraft wird durch Maschinen ersetzt, Medien lassen sich unbegrenzt vervielfältigen, Daten aller Art zu sammeln und zu verknüpfen ist in völlig neuen Größenordnungen möglich geworden. Dies sind nur drei Beispiele für Möglichkeiten, die die Informationtechnologie mit sich bringt. Aber sie deuten schon an, daß hier Entscheidungen für den Einzelnen und die Gesellschaft zu treffen waren und sind, für die es keine historischen Vorbilder zu geben scheint.

1991 haben ACM and IEEE gemeinsam das Richtlinienprogramm "Curriculum 1991" für die universitäre Informatikausbildung erarbeitet. Darin wird empfohlen, daß die undergraduate-Ausbildung einen starken Anteil an computer ethics im weiteren Sinne enthalten soll. Spätestens damit wird ein Feld kanonisiert, dessen Bedeutung seit seinen Anfängen in den 50er Jahren stetig gewachsen ist, und dessen Notwendigkeit mittlerweile unübersehbar geworden ist.

Einen guten Überblick und eine kurze geschichtliche Einordnung des Themas findet man unter http://plato.stanford.edu/entries/ethics-computer/. Bitte lesen Sie diese Einleitung, wenn Sie sich für das Seminar interessieren! In diesem Proseminar wollen wir eine breite Definition des Gebietes nach Norbert Wiener zugrundelegen: Demzufolge beschäftigt sich computer ethics mit den Einfluß von Informationstechnologie auf menschliche Werte wie Gesundheit, Wohlstand, Chancen, Freiheit, Demokratie, Wissen, Persönlichkeitssphäre, Sicherheit, Selbstverwirklichung und so weiter. Daher werden wir uns nicht streng auf dem Gebiet der philosophischen Ethik bewegen, sondern auch Grenzgebiete wie Psychologie und Soziologie betrachten.

Organisatorisch folgt das Seminar folgendem Schema: Ein oder zwei Teilnehmer führen in einer kurzen Einleitung in das jeweilige Thema ein und moderieren anschließend eine etwa 45minütige Diskussion. Außerdem erleichtern sie den anderen Teilnehmern durch die Erstellung eines kurzen Thesenpapiers, welches eine Woche vorher eingereicht wird, die Vorbereitung. Die Recherche zum Thema wird weitgehend selbständig erfolgen. Für die Note sind sowohl die Qualität von Präsentation, Moderation und Ausarbeitung als auch die aktive Teilnahme an der Diskussion ausschlaggebend.